Kapitel 2

«Und jetzt?», fragte ich. «Sind wir in Sicherheit? Einfach so? Und was ist mit Allison? Wer sagt eigentlich, dass dieser Jäger – oder wie auch immer der heißt – nicht zu ihr rennt?» Ich fuchtelte wild mit den Händen in der Luft herum.

«Er interessiert sich nicht für sie. Er ist hinter uns her. Allison ist in Sicherheit. Glaub mir.»

«Ich muss trotzdem nach ihr sehen», maulte ich. «Ich kann sie nicht einfach sich selbst überlassen!»

«Wir können jetzt nicht zurück. Es ist zu gefährlich. Vielleicht schaffen wir es später.»

«Wegen dem Jäger? Was ist das hier? Wieso sind wir ausgerechnet auf einem Friedhof in Sicherheit?»

«Er kann hier nicht rein», sagte er kühl.

«Und wieso nicht, wenn ich fragen darf?» Ich stand mit verschränkten Armen vor ihm und sah ihn finster an.

«Der Jäger ist ein Wesen, welches nicht so wie wir zwischen den Welten steht. Er ist eine reine Ausgeburt der Hölle, hat sich damit eindeutig auf eine Seite geschlagen. Wir sind weder tot noch lebendig, werden von verschiedenen Kulturkreisen verehrt und von einigen verflucht. Deshalb haben wir Zutritt zu diesem Ort, der einerseits ein Tor zur Hölle, andererseits der Weg in den Himmel sein kann.», erklärte er ruhig und deutete mit dem Zeigefinger nach oben.

Ich wusste, was – oder eher wen – er meinte, dennoch kam mir das Wort nicht über die Lippen, ich konnte es noch nicht einmal denken.

«Versuch es gar nicht erst, er lässt uns nicht. Er verabscheut uns, allerdings verabscheut er den Jäger und seinen Köter noch mehr, deshalb brauchst du dir um ihn keine Sorgen zu machen.»

Sobald Carter den Hund erwähnt hatte, ertönte hinter der Mauer ein lautes, metallisches Bellen. Er tigerte dahinter hin und her und scharrte mit den Pfoten an den Steinen entlang. Ab und zu knurrte er. Er schien aufgebracht zu sein, dass wir nicht mehr in Reichweite waren.

«Der Jäger steht auch vor der Mauer, oder?»

«Ja, er wartet darauf, dass wir wieder rauskommen. Wenn das nicht in der nächsten halben Stunde geschieht, verschwindet er zu seinem nächsten Opfer. Danach dauert es eine Weile, bis er wieder auftaucht.» So gelassen, wie er dies erklärte, schien er schon öfter mit ihm zu tun gehabt zu haben. «Und jetzt komm mal zur Ruhe. Wir sind eben durch halb Chicago gerannt und müssen eine kurze Pause machen, ehe wir weitergehen.»

«Aber ich …»

«Alexandra, die Nacht ist noch jung. Es dauert noch Stunden, bis die Sonne wieder aufgeht. Setz dich.» Er klopfte neben sich auf das Gras.

«Kannst du mir einen Gefallen tun?», fragte ich, während ich mich zögerlich neben ihm niederließ.

«Klar, was denn?»

«Zu allererst, hör auf mich Alexandra zu nennen, Lexie reicht vollkommen.»

«Ich finde Alexandra viel schöner.» Er zwinkerte mir zu, was mich die Augen verdrehen ließ.

«Und zweitens, erklär mir bitte, was das alles soll und wieso ich auf einmal keinen Herzschlag mehr habe!»

«Dann hast du tatsächlich alles vergessen?» Er seufzte und wandte sich mir zu. Der intensive Blick, der mir aus seinen grauen Augen entgegen funkelte, machte mich nervös.

«Sieht so aus», antwortete ich und blickte verlegen zur Seite. Allerdings hatte ich keine Ahnung, wovon er redete. Was hatte ich vergessen?

«Ich habe gehofft, dass es nicht ganz so tragisch ist, aber …» Wieder ein Seufzen. Auf einmal sah er mich komplett anders an als noch vor ein paar Minuten.

Fragend blickte ich zu ihm. Ich wusste beim besten Willen nicht, wovon er redete.

«Also gut … das wird wahrscheinlich jetzt nicht gerade einfach werden, aber …» Er zögerte. «Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll …» Er kratzte sich am Kopf.

«Am besten vorne», ermutigte ich ihn.

Er holte tief Luft. «Wir kennen uns seit einigen Monaten.»

«Bitte was?» Meine Stimme war beinahe zu einem Quietschen angeschwollen.

«Ich sagte doch, dass es nicht leicht wird. Hör mir einfach zu, es gibt für alles eine Erklärung.» Sein Blick war weicher geworden, beinahe liebevoll. Ganz anders als zu der Zeit, als er in meiner Wohnung aufgetaucht und als unnahbarer, geheimnisvoller Vampir aufgetreten war.

«Da bin ich aber gespannt.» Mit emporgezogener Augenbraue saß ich ihm gegenüber und wartete.

«Ich habe dich Anfang des Sommers auf einer Studentenparty in Chicago kennengelernt. Ich hatte Hunger-», dabei grinste er, «-als du mir aufgefallen bist. Normalerweise sind Menschen für uns nicht besonders attraktiv, wir benutzen sie lediglich als Nahrungsquelle, aber etwas an dir war anders. Ich konnte es regelrecht fühlen.»

«In welchem Sinn anders?» Ich war verwirrt. Wovon zur Hölle sprach er?

«Nicht nur dein gesamtes Auftreten faszinierte mich, auch deine Aura war anders. Ich hatte schon von anderen Vampiren gehört, dass es von Zeit zu Zeit dazu kommt, dass man einem Menschen begegnet, von dem man weiß, dass er nicht in die sterbliche Welt gehört. Man kann es nicht erklären, man fühlt es einfach. Es war wie ein Schlag ins Gesicht, als du vor mir gestanden hast.»

«Kapier ich nicht.»

«Man kann es auch nicht genau erklären, deshalb verstehe ich auch, wenn du mir nicht folgen kannst.» Er wandte den Blick ab und ließ ihn über die Grabsteine in der Umgebung schweifen. «Vielleicht ist es vergleichbar mit einer Art Besessenheit … Als ich dich gesehen habe, wusste ich, dass ich dich nicht mehr gehen lassen konnte. Du bist mein Gegenstück. Wir harmonieren perfekt, wie man es selten findet. Es war Schicksal, dass wir uns begegnet sind. Wenn du deine Gefühle erkundest, wirst du ganz tief in deinem Inneren entdecken, dass ich Recht habe.»

«Redest du von Liebe auf den ersten Blick?» Zögerlich nickte er. «Du hast doch einen Knall! So einen Schwachsinn gibt es nicht!» Kopfschüttelnd stand ich vom Boden auf und entfernte mich ein paar Schritte. Natürlich folgte er mir.

Das war doch alles nicht wahr! Wollte er mir erzählen, dass es mir von Beginn an vorherbestimmt war, seine Gefährtin zu werden? Ich war bis gestern eine ganz normale Studentin gewesen, die ihr Leben genießen wollte – zumindest behauptete dies mein Gedächtnis. Wenn ich Carter Glauben schenkte, wusste ich bereits seit einiger Zeit, welche Phänomene um mich herum existierten. Heute war ich ein Vampir, dessen Schicksal es scheinbar war, den Rest seiner Existenz mit einem dunkelhaarigen Kerl zu verbringen, der behauptete, dass ich seine große Liebe war. Großartig.

Ich blieb bei einem alten Grabstein stehen und wartete darauf, dass er weiter redete. Als er nichts sagte, drehte ich mich ruckartig zu ihm herum und stieß dabei beinahe mit ihm zusammen. Ich hatte nicht gemerkt, wie nahe er mir war. Ich hob meinen Blick und sah direkt in seine grauen Augen. Sofort vergaß ich, was ich hatte sagen wollen. Seine gesamte Präsenz überwältigte mich und die Art, wie er mich ansah, weckte ganz andere Sinne in mir. Solche, die ich seit Längerem nicht mehr gefühlt hatte.

Sollte er eventuell doch Recht haben mit seinem Gerede über diesen Liebes-Kram? Immerhin gab es Vampire ebenfalls … beweisen konnte ich es an mir selber.

Ich schüttelte kaum merklich den Kopf. Nein, das konnte auf keinen Fall stimmen. Das war totaler Schwachsinn.

Ich räusperte mich und wandte mich von ihm ab. «Das erklärt aber noch immer nicht, wieso ich plötzlich in diesem untoten Körper stecke», murmelte ich und lief ein paar Schritte weiter.

Er druckste ein wenig herum und atmete tief durch, ehe er antwortete. «Das hast du mir zu verdanken», murmelte er. «Allerdings muss ich dazu sagen, dass dies eine gemeinsame Übereinkunft war. Du warst einverstanden und wolltest es sogar.» Er fuhr sich nervös durch die Haare, als ich ihn skeptisch ansah. «Das ist vermutlich schwer zu verstehen, wenn das Gedächtnis nicht so funktioniert, wie es eigentlich sollte.»

«Genau so ist es!», fuhr ich ihn an. «Du erzählst mir, dass du mich mit meinem Einverständnis zu einem Vampir gemacht hast, ich quasi in dich verliebt bin, aber mich an nichts mehr erinnern kann? Willst du mich eigentlich verarschen? Und was ist das für ein Kerl, der da hinter uns her ist? Welche Rolle spielt er in diesem Drama?» Fassungslos stand ich vor ihm. Es war unglaublich, was er mir versuchte weiszumachen. «Du wirfst mir gerade nur lauter Brocken hin! Ich habe keine Ahnung, wovon du eigentlich sprichst.»

«Dann lass mich ausreden. Bitte, Alexandra.» Flehentlich sah er mich an. «Ich verstehe, dass du sauer bist, mir würde es an deiner Stelle nicht anders gehen.»

«Ach ja? Dann verstehst du sicherlich auch, dass ich jetzt keine Lust habe, mir dein Geschwafel weiter anzuhören. Ich brauche eine Pause. Von dir und allem anderen», sagte ich patzig und rannte davon. Ich flitzte in die Dunkelheit und hoffte, Carter abhängen zu können.

Diesmal folgte er mir nicht.

Ich rannte quer über den Friedhof und fand Zuflucht in einer alten Krypta. Es war ein sehr altes Steingemäuer, dessen Gittertor lose in den Angeln hing. Ich schob es beiseite und trat ein.

An den Wänden hingen überall Spinnweben und auf dem Boden wimmelte es vor kleinen Kriechtieren. Als ich in einer Ecke eine Ratte erblickte, verzog ich vor Ekel das Gesicht. Doch bevor ich schreiend davon laufen konnte, kam das Vieh mir zuvor und verzog sich in die Tiefen des Gewölbes.

Obwohl ich weitere Tiere über den Boden krabbeln hörte, faszinierte mich das Innere der Krypta. In regelmäßigen Abständen waren Nischen in die Wände eingelassen, in denen jede Menge Knochen und alte Artefakte herumlagen. Ein schmaler Gang führte in einen weiteren Raum, in dem sieben Steinsärge standen. Einige von ihnen waren geöffnet und offenbarten skelettierte Leichen.

Ich ließ meinen Blick über die Särge gleiten, bis einer meine Aufmerksamkeit erregte. Es war die Inschrift, die in den Stein gemeißelt war … Ob es Zufall oder Schicksal war, wusste ich nicht. Was ich aber wusste, war, dass es mich zum Nachdenken brachte.

Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes.*)

Dies war das einzige, was noch lesbar war, der Rest war über die Jahre zerstört worden. Der Stein hatte an den Stellen gelitten, wo ich Name und Todesjahr vermutete. Der Spruch erinnerte mich an das, was Carter mir erzählt hatte. Seine Worte, dass wir füreinander bestimmt waren, hallten in meinem Kopf wider.

Vorsichtig machte ich einen Schritt auf den steinernen Sarg zu und fuhr die Inschrift mit den Fingern nach. Sobald ich den Stein berührte, fuhr etwas durch meinen Körper und bruchstückhafte Bilder tauchten vor meinem geistigen Auge auf.

Ich sah mich, genau an dieser Stelle stehend, die Hand auf die Steinplatte gelegt. Jemand stand hinter mir – Carter. Er umarmte mich und hauchte mir einen Kuss auf die Wange.

Erschrocken zog ich meine Hand zurück und ließ den Stein los. Mein gesamter Körper prickelte, als ich einen Schritt zurückmachte. Hatte ich soeben einen Teil meiner eigenen Erinnerungen gesehen? Konnte es tatsächlich sein, dass ich schon einmal hier gewesen war?

Weiterhin war das Gefühl, das ich bei der Berührung der Steinplatte hatte, verwirrend. Es war undefinierbar, ich konnte nicht sagen, was ich genau empfunden hatte. Ein angenehmer Schauer war durch meinen Körper gefahren, als ich mich an die Berührung von Carter erinnerte, wie er seine Arme um meine Hüften gelegt und ich seine Lippen auf meiner Wange gespürt hatte.

Doch wann war dies passiert? War ich wirklich freiwillig auf einen Friedhof gegangen, um Zärtlichkeiten mit einem Vampir auszutauschen? Und doch … obwohl die Erinnerung sehr kurz gewesen war, schienen die Gefühle echt gewesen zu sein.

Zweifel überkamen mich. Vielleicht hatte Carter die Wahrheit erzählt, als er von unserer übernatürlichen Verbindung gesprochen hatte. Gleichzeitig kroch Angst meinen Nacken empor. Wenn dies der Wahrheit entsprach und Carter tatsächlich derjenige war, den das Schicksal für mich bestimmt hatte, wie weit sollte mein Wissen dann eigentlich gehen? Wie groß war meine Gedächtnislücke? Hatte ich über all die Gefahren Bescheid gewusst, die im Leben eines Untoten lauerten?

Aber die größte aller Fragen war, warum ich mich an die vergangenen Monate erinnerte, aber nicht daran, dass ich anscheinend den Großteil meiner Zeit mit Carter verbracht hatte?

Wie auf Kommando ertönte ein lautes Heulen aus der Ferne, auf das ein fieses Lachen folgte. Ein Schauer lief mir den Rücken hinab. Dann herrschte Totenstille – buchstäblich.

Ich wandte den Blick von dem Steinsarg ab und verließ die Krypta. Wieder im Freien angekommen stieß ich beinahe mit Carter zusammen, vermutlich hatte er dort auf mich gewartet.

«Der Jäger hat sich eben verabschiedet», sagte er. «Wir haben jetzt erst einmal Ruhe vor ihm.» Ich nickte und nahm die Information zur Kenntnis. Anschließend trat ein Schweigen zwischen uns, welches zunehmend unangenehmer wurde.

«Wie tief sitze ich in der Tinte?», fragte er schließlich und lehnte sich gegen einen Baum in der Nähe.

Ich vermied es, ihn anzusehen, indem ich meinen Blick über die Gräber in der näheren Umgebung schweifen ließ. «Im Grunde müsste ich jetzt sagen, dass du aus dem Schlamassel gar nicht mehr rauskommst, aber …» Langsam drehte ich meinen Kopf zu ihm. «Dort in der Krypta … sag mir, waren wir schon einmal hier?»

Ein kleines Lächeln trat auf seine Lippen. «Woran erinnerst du dich?», fragte er. Der ängstliche Blick, den er gezeigt hatte, als er mir erzählt hatte, dass wir uns schon länger kannten, verschwand langsam und wurde von einer Spur Zufriedenheit ersetzt.

«Dort war ein Sarg, der mit dem Spruch über Liebe und Tod … als ich ihn angefasst habe, habe ich Bilder von uns beiden an genau diesem Ort gesehen. Wir … ähm …» Abermals wandte ich mich ab.

«Du erinnerst dich.» Es war eine Feststellung, keine Frage. «Wir waren tatsächlich schon einmal hier, mehrmals sogar. Der Friedhof liegt genau zwischen deiner Wohnung und meinem … Wohnort. Außerdem ist es hier sehr ruhig, was es zu einem perfekten Ort für uns gemacht hat, zusammen zu sein, ohne die Angst im Nacken, dem Jäger zu begegnen. Hier war es sicher für uns, oder viel mehr für mich …» Als ich ihn wieder ansah, stellte ich fest, dass er seinen Blick auf mich gerichtet hatte und jede meiner Bewegungen in sich aufsog.

«Weil ich zu diesem Zeitpunkt noch ein Mensch war», beendete ich seinen Satz. Carter nickte.

«Wieso kann ich mich an nichts erinnern?», fragte ich weiter. Neugierig sah ich ihn an.

«Bist du sicher, dass du das wissen möchtest?», fragte er vorsichtig. «Es ist nicht besonders schön und … ich bin vor Sorge um dich beinahe eingegangen.» Er wirkte niedergeschlagen und wandte den Blick ab.

«Auch wenn es schlimm ist, ich muss es wissen, Carter. Nur so kann ich mich vielleicht an mehr erinnern.»

«Also gut …» Er holte tief Luft. «Bei deiner Verwandlung … wir sind gestört worden. Um zu einem Vampir zu werden, muss eine Art Blutaustausch stattfinden. Ich trinke dein Blut, du trinkst mein Blut – und das beides in großen Mengen. Der Jäger kam gerade, als du dabei warst, meines zu trinken. Das Ritual war beinahe abgeschlossen, als uns nichts mehr anderes übrig blieb als abzubrechen. Ich musste dich radikal von meiner Vene losreißen, weil er uns überrascht hat. Dann bist du ohnmächtig geworden und-» Carter brach ab und ging ein paar Schritte. Er lief vor mir hin und her, schien über die Maßen aufgeregt und nervös zu sein.

Ich musste schlucken. «Was ist dann passiert?»

«Der Jäger hatte uns eingeholt und … er hat dich mit seinen Krallen erwischt.» Schuldbewusst hob er seinen Blick. Die Reue, die sich darin wiederspiegelte, war beinahe greifbar und mich überkam der Wunsch, ihm nahe zu sein. Aber ich zwang mich stehenzubleiben, da er gerade in diesem Augenblick weiter sprach. «Die Verletzung war nicht besonders tief, aber mir war klar, was das bedeutete. Die Macht, die vom Jäger ausgeht, zieht Vampire in die Hölle, mit allem, was dazu gehört. Er hat dich nur leicht getroffen, deshalb hattest du Glück im Unglück. Er hat nur einen Teil deiner Erinnerungen mit sich genommen – was schon schlimm genug ist … Er hat einen Teil deiner Seele mitgenommen.» Er machte eine weitere Pause. «Es ist alles meine Schuld.»

«Carter, ich … du kannst nichts dafür. Du konntest nicht wissen, dass der Jäger auf unserer Spur war.» Ich machte einen vorsichtigen Schritt auf ihn zu.

«Ich hätte es aber ahnen müssen! Man nimmt eine Verwandlung nicht außerhalb eines Friedhofs vor. Die Gefahr, dass dieses Monster einen erwischt, ist einfach viel zu groß.»

«Hör auf, dir allein die Schuld zu geben!», fuhr ich ihn an. «Wahrscheinlich bin ich genauso verantwortlich wie du!»

«Du wusstest es nicht besser, Alexandra. Ich hätte für deine Sicherheit sorgen müssen und habe versagt.»

«Du hast nicht versagt. Ich stehe vor dir und bin wohlauf.»

«Aber du kannst dich an nichts aus den letzten Monaten erinnern und daran bin nur ich schuld.»

Anmerkung zu *): Zitat von Oscar Wilde. 

Kapitel 3

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