Kapitel 3

Am nächsten Tag machten sich Zoey und Mackenzie direkt nach dem Frühstück auf den Weg zum Zirkus. Die Freundinnen hatten die Vorkommnisse noch einmal besprochen, ehe sie ins Bett gegangen waren, was sie definitiv davon überzeugt hatte, dass an der Sache etwas faul war. Weder der Zirkusdirektor noch der Schlangenbeschwörer kamen ihrer Meinung nach als Mörder infrage, auch wenn die örtliche Polizei das gerne hätte, um den Fall schnell abschließen zu können.

„Ich hätte nie gedacht, dass ein Urlaub mit dir so aufregend und ereignisreich sein kann“, grinste Mac, als sie den Zirkusplatz betraten.

Zoey rollte mit den Augen. „Glaube mir, ich hatte zwei völlig langweilige Wochen geplant, aber mit dir kann man wirklich nirgendwo hinfahren. Manchmal habe ich das Gefühl, als würden die Morde dir selbst auf den Mond folgen.“

Mac setzte ihr unschuldigstes Lächeln auf und deutete auf ihre Nase. „Ich kann nichts dafür, aber ich rieche sie.“

„Du hast einen Knall“, lachte sie und zog ihre Freundin in Richtung der Wohnwagen.

Auf dem Gelände herrschte eine Ruhe, die beinahe unheimlich war. Zoey war nie zuvor in der Nähe eines Zirkus‘ gewesen, wenn nicht kurz zuvor oder danach eine Vorstellung stattgefunden und hektisches Treiben geherrscht hatte. In den frühen Morgenstunden allerdings war niemand in Eile. Einige Artisten saßen mit einer Tasse Kaffee vor ihren Wohnwagen in der Sonne oder unterhielten sich leise, aber niemand schien zu arbeiten oder im Stress zu sein. Auch störte es keinen, dass Fremde ohne Begleitung über den Platz marschierten. Zoey und Mackenzie zogen zwar interessierte Blicke auf sich, wurden aber nicht darauf hingewiesen, dass sie dort genau genommen nichts zu suchen hatten.

„Wo sollen wir anfangen?“, fragte Zoey und blickte sich überfordert um. „Wir können schließlich nicht jeden hier befragen, damit wären wir eine ganze Woche beschäftigt.“

„Wir könnten schon, aber ich glaube nicht, dass uns das weiter bringt.“ Mac griff ihre Hand und zog sie in die entgegengesetzte Richtung. „Lass uns zu Georges Wohnwagen gehen. Ich habe das Gefühl, dass alle, die mit ihm befreundet waren oder etwas zu dem Vorfall sagen können, sich dort versammeln.“

Zoey warf ihrer Freundin einen kritischen Blick zu, folgte ihr jedoch zu dem Platz, wo am Vorabend die Leiche gefunden worden war. Wie Mackenzie vorausgesagt hatte, standen dort bereits einige Personen beisammen und unterhielten sich angeregt. Ein großer, dunkelhaariger Mann sprach gerade und gestikulierte dabei wild mit den Armen, aber er brach ab, sobald er die beiden Frauen entdeckte. „Wer sind Sie?“, fragte er und verschränkte die Arme vor der Brust. „Die nächste Vorstellung fängt erst in einigen Stunden an.“

„Wir haben die Vorstellung gestern Abend bereits gesehen“, entgegnete Mac und schenkte ihm ihr schönstes Lächeln. „Es war sehr unterhaltsam.“

Der Mann betrachtete sie kritisch. „Und was wollen Sie dann?“

Mac zuckte mit den Schultern. „Wir haben den Mord gestern mitbekommen…“

„Und?“ Der Typ nahm eine eindeutig abweisende Haltung ein. „Meines Wissens nach werden Morde in Australien nicht von dahergelaufenen Touristen gelöst.“

Mac verengte die Augen und reckte das Kinn in die Höhe. „Wir mögen zwar Touristen sein, aber-“

„Uns interessiert einfach, ob die Polizei den Fall bereits gelöst hat“, ging Zoey dazwischen, weil sie das Gefühl hatte, mit Fingerspitzengefühl mehr zu erreichen. „Wir waren geschockt, als wir direkt nach der wundervollen Vorstellung gestern von dem Mord erfahren haben. Es stimmt, dass wir hier Urlaub machen, aber wir arbeiten in Kanada ebenfalls bei der Polizei. Wir wollten uns auch gar nicht in diesen Fall einmischen, aber die Sache hat uns keine Ruhe gelassen.“ Sie zuckte mit den Schultern und lächelte entschuldigend. „Das bringt der Beruf vermutlich mit sich.“

„Ich habe letzte Nacht auch kaum ein Auge zugemacht“, sagte eine blonde Frau mitfühlend und trat vor. „Ich bin Jenny und arbeite hier als Hochseilartistin.“ Sie schüttelte Zoey und Mackenzie die Hand. „Eine furchtbare Angelegenheit. Wir haben leider noch nichts von der Polizei gehört. Sie haben heute Nacht Andrew, den Zirkusdirektor, und Keith, den Schlangenbeschwörer, zur Befragung mitgenommen, aber keiner von ihnen ist bisher zurückgekommen.“

„Ich befürchte, Andrew wird auch nicht zurückkehren. Ich bin Michael.“ Der Mann trat vor und schüttelte ihnen ebenfalls die Hand. „Entschuldigen Sie meinen kleinen Ausbruch. Diese ganze Sache geht uns allen an die Nieren.“

„Verständlich“, nickte Mackenzie. „Warum glauben Sie, dass Andrew nicht wieder freigelassen wird?“

Michael lachte leise und zuckte mit den Schultern. „Es ist offensichtlich, oder? Es war von vornherein klar, dass Georges Affäre mit Louise irgendwann auffällt. Der ganze Zirkus wusste darüber Bescheid, es war nur eine Frage der Zeit, bis Andrew dahinterkommt. Ich habe George hundertmal gesagt, er soll es sein lassen, aber er wollte nicht auf mich hören. Und auch wenn jeder hier gerne bestätigen möchte, dass die Affäre beendet wurde, nachdem George eine eindeutige Warnung erhalten hat… ich habe erst vor drei Tagen gesehen, wie Louise und er sich nachts gemeinsam vom Gelände geschlichen haben.“ Er schüttelte traurig den Kopf und fuhr eine Hand durch seine Haare.

„Michael, ich weiß wirklich nicht-“, begann Jenny, wurde aber jäh unterbrochen.

„Jen, wir alle kennen Andrew und wissen, dass er auf dramatische Auftritte steht. George eine Schlange zu schicken, die ihn sofort angreifen wird, nachdem sie den ganzen Tag in einer dunklen Kiste verbracht hat, ist genau sein Stil. Wir wissen auch, dass er gerne die Kontrolle über alles und jeden hat und es nicht leiden kann, wenn die Dinge nicht nach seinen Wünschen laufen. Denkst du wirklich, Keith hätte George diese Schlange auf den Hals gehetzt? Die beiden waren die besten Freunde!“

Seufzend schüttelte Jenny den Kopf. „Nein, natürlich glaube ich nicht, dass Keith etwas damit zu tun hat. Aber ich kann mir generell nicht vorstellen, dass irgendjemand aus unserer Truppe es gewesen sein soll. Wir kennen uns schon sehr lange, ich kann mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass wir einen Mörder unter uns haben, egal wer es sein soll.“

„Und Sie glauben nicht, dass es jemand von außerhalb gewesen sein könnte, der sich Zutritt zu den Schlangenkäfigen verschafft hat?“, fragte Zoey. „Vielleicht hatte George andere Feinde oder Spielschulden?“

„Ausgeschlossen“, entgegnete Michael. „Der Wagen mit den Terrarien ist zu jeder Tageszeit verschlossen, außer jemand befindet sich darin, um die Tiere zu füttern. Es haben ohnehin nur fünf Personen einen Schlüssel dafür. Die Auswahl ist also begrenzt.“

„Oh?“ Mackenzie sah ihn interessiert an. „Und diese Personen wären?“

„Keith und Andrew natürlich. Brianna, Keiths Assistentin, Jason, der stellvertretende Direktor und meine Wenigkeit. Ich bin für die Raubtiervorstellungen zuständig und habe daher Zugang zu allen Tierbereichen, sollte ich vielleicht dazu sagen.“

„Interessant.“ Mackenzie tippte sich mit dem Zeigefinger an die Unterlippe und zog nachdenklich die Stirn kraus. „Ansonsten ist niemandem gestern etwas Ungewöhnliches aufgefallen?“

„Absolut nicht, es war ein ganz normaler Tag“, sagte Jenny.

Zoey und Mackenzie verabschiedeten sich und setzten ihren Weg über das Zirkusgelände fort. George war ein Clown gewesen, daher gingen sie zur Probe der Clowns, um seine direkten Kollegen zu befragen.

~*~

„Das war wirklich… niederschmetternd“, seufzte Zoey und warf einen letzten Blick auf das große Zelt, ehe sie den Platz verließen. Es war früher Nachmittag, Mackenzie und sie hatten beinahe jede Seele befragt, die beim Zirkus angestellt war, ohne auch nur einen neuen Hinweis zu bekommen. Mittlerweile hatten ihr derart viele Leute versichert, dass Andrew den Mord an George verübt haben musste, dass sie es fast selbst glaubte. Hatte sie sich vielleicht nur eingebildet, eine Lücke in der Beweisführung zu sehen? Verlor sie ihre Intuition, auf die sie sich bisher immer hatte verlassen können?

„Hier stimmt irgendetwas nicht“, grummelte Mackenzie. „Es könnten noch hundert Leute kommen und mir erzählen, dass Andrew die Tat begangen hat, es passt einfach nicht zusammen. Er ist der Direktor des Zirkus und hat mehr zu verlieren als eine Frau, die ihn anscheinend ohnehin nicht liebt. Warum sollte er dafür einen Mord begehen? Er hätte George feuern können, sobald sie in die nächste Stadt reisen und das Problem wäre für ihn aus der Welt. Warum sollte er ihn umbringen? Noch dazu auf eine Weise, mit der er sich als Hauptverdächtiger an den Pranger stellt? Das ist unlogisch!“

„Ich weiß.“ Zoey war froh, dass Macs sechster Sinn dasselbe sagte wie ihrer, auch wenn das momentan niemandem wirklich half. „Ich bin dafür, dass wir in den nächsten Pub gehen und uns ordentlich volllaufen lassen.“

„Eine hervorragende Idee!“ Mackenzie hakte sich bei ihrer Freundin unter und gemeinsam machten sie sich auf den Weg Richtung Innenstadt.

Sie waren gerade bis zur nächsten Straßenecke gekommen, als ihnen jemand hinterherrief. „Hey, warten Sie mal!“ Die Freundinnen drehten sich um und sahen einen Mann Mitte dreißig auf sie zulaufen. Sie hatten ihn bei ihrem Rundgang über den Zirkus nicht gesehen, aber seine Kleidung deutete darauf hin, dass er ebenfalls dort beschäftigt war. „Ihr untersucht den Mord an George, richtig?“, fragte er außer Atem, als er bei ihnen angekommen war.

„Nun ja“, begann Zoey vorsichtig. „Wir sind zwar Polizistinnen, aber nur im Urlaub hier.“ Ihre bisherige Erfahrung hatte sie gelehrt, dass es nicht immer positiv aufgenommen wurde, wenn sie sich als Fremde in die hiesigen Angelegenheiten einmischten.

„Dann seid ihr genau die Personen, die ich brauche“, entgegnete der Mann. „Mein Name ist Richard. Ich weiß, wer der Mörder ist und dass George ihm nur versehentlich zum Opfer gefallen ist. Es hätte eigentlich jemand anderen treffen sollen.“

„Ähm…“ Zoey starrte ihr Gegenüber sprachlos an.

„Wenn du das weißt, warum gehst du damit nicht zur Polizei?“, fragte Mackenzie.

Richard schnaubte. „Ich war heute bei der Polizei, aber man wollte mich dort nicht anhören. Sie hätten schon alle Beweise, die sie brauchten, hieß es und ich wurde vor die Tür gesetzt, obwohl ich ihnen mehrfach gesagt habe, dass sie die falschen Leute haben!“

Mac zog eine Augenbraue hoch und ein wissendes Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus. „Jetzt wird es interessant. Erzähl.“

Richard sah sich unsicher um und schüttelte den Kopf. „Nicht hier. Können wir woanders hingehen?“

Eine Viertelstunde später saßen sie in einem Café und Richard begann zu erzählen. „Ich bin ziemlich sicher, dass Michael Gibbs der Mörder ist und mich umbringen wollte. Mein Wohnwagen steht direkt neben dem von George. Warum diese Verwechslung passiert ist, kann ich nicht sagen, aber niemand hätte einen Grund, George etwas anzutun. Michael jedoch hatte ein Motiv, mich zu töten, und ich kann es auch belegen.“

„Okay.“ Zoey und Mackenzie stützten sich mit den Ellbogen auf dem Tisch ab und lehnten sich näher zu ihm. Ihre Neugier geweckt und sie schenkten dem Mann ihre volle Aufmerksamkeit.

„Ich muss dazu aber etwas ausholen.“ Richard nahm einen tiefen Atemzug und nickte den Frauen zu. „Ich arbeite erst seit ein paar Monaten bei diesem Zirkus, aber ich kenne Michael von früher. Damals hieß er allerdings noch William Tompson. Wir sind zusammen zur Schule gegangen und waren in einer Clique – einer Bande eher, die mehr Unfug im Kopf hatte, als gut für sie war.“

Richard trank einen Schluck von seinem Wasser, ehe er weiter sprach. „Wir sind in einem kleinen Ort in der Nähe von Brisbane aufgewachsen und hatten in unserer Teenagerzeit nur Unsinn im Kopf. Es verging keine Woche, in der unsere Eltern uns nicht vom örtlichen Polizeirevier abholen mussten. Wir hielten uns für unantastbar, weil Jakes Dad Polizist war und sämtliche Anklagen gegen uns fallen ließ. Als wir etwa Anfang zwanzig waren, kam Brandon allerdings auf die Idee, eine Bank auszurauben. Der Vater seiner neuen Freundin würde dort arbeiten und er hätte durch Zufall gesehen, wo der Schlüssel versteckt war. Wir waren unsicher, ob wir das tun sollten, denn eine Bank auszurauben, war ein ganz anderes Kaliber als alles, was wir bis dahin angestellt hatten, aber Brandon beteuerte, dass es ein sicheres Ding wäre. Nach acht Uhr abends würde sich niemand mehr in der Bank aufhalten und solange er den Schlüssel vor Ende der Nacht wieder dort verstaute, wo er hingehörte, würde uns niemand verdächtigen können.“

„Aber hatte dieser Plan nicht ungefähr hundert Löcher?“, fragte Mackenzie irritiert. Zoey musste ihrer Freundin im Stillen Recht geben. Banken hatten einen stillen Alarm, Überwachungskameras und ähnliche Sachen – und das nicht erst seit ein paar Jahren.

Richard lachte humorlos auf. „Natürlich hatte er das, aber wir waren jung und hielten uns für unfehlbar, daher sind wir eines Nachts in die Bank eingedrungen. Wir haben uns einen Samstagabend ausgesucht, weil wir dachten, dann würde man erst Montagvormittag bemerken, dass eingebrochen wurde, was natürlich völliger Schwachsinn war. Wir kamen zwar ohne Probleme in die Bank und sogar an den Tresor, aber noch ehe wir diesen komplett leer räumen konnten, standen plötzlich zwei Wachmänner hinter uns. Ein stiller Alarm wurde ausgelöst, als wir die Tür geöffnet haben, wovon wir natürlich nichts wussten.“

Er rieb sich mit einer Hand über das Gesicht und schüttelte den Kopf. „Dann ist plötzlich Chaos ausgebrochen. Ich weiß bis heute nicht, was genau geschehen ist, aber wir sind alle in Panik ausgebrochen. Michael und Jake haben sich auf die Polizisten gestürzt und jeder von uns hat zwei Taschen geschnappt und wollte davonlaufen. Im Handgemenge hat sich plötzlich ein Schuss gelöst und einer der Wachmänner ist zusammengebrochen, während der andere Michael hinterhergelaufen ist. Dass Personen zu Schaden kommen, war unbeabsichtigt und anstatt ebenfalls wegzulaufen, hat der Rest von uns versucht, dem armen Mann das Leben zu retten – leider vergeblich.“

„Autsch“, murmelte Zoey und verzog das Gesicht. Sie konnte Richard ansehen, dass er kein kaltblütiger Mörder war und mit der Schuld am Tod eines Menschen musste man erst einmal klarkommen.

„Allerdings“, stimmte Richard zu. „Aber lange Rede, kurzer Sinn. Michael hat es an diesem Tag geschafft, mit einem Teil der Beute davonzukommen, während der Rest von uns gefasst und zu je fünfzehn Jahren Haft verdonnert wurde. Er wurde nie gefasst, hat sich kurz darauf eine neue Identität zugelegt und bei diesem Zirkus angeheuert.“

„Das muss eine ziemliche Überraschung gewesen sein, ihn plötzlich wiederzusehen.“ Mackenzie betrachtete ihn eingehend.

„Das kann man wohl sagen, auch wenn es einige Zeit gedauert hat, bis ich ihn erkannt habe. Und dann habe ich den zweiten großen Fehler meines Lebens begannen. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, aber ich bin zu ihm gegangen und habe einen Teil des Geldes verlangt, das er damals gestohlen hat. Er war der einzige, der ohne Strafe davongekommen ist und hat zudem noch ein kleines Vermögen gehabt, während der Rest von uns im Gefängnis versauert ist. Ich fand es einfach nicht fair! Also habe ich ihm gedroht, ihn an die Polizei zu verraten, wenn er mir nicht etwas von der Beute abgibt. Ich habe noch ein Foto von uns früher und alle Beteiligten werden bestätigen können, dass er William Tompson ist. Außerdem gibt es einen Zeitungsartikel von dem Banküberfall.“ Richard holte eine Mappe aus seinem Rucksack und schob sie den Frauen zu.

Zoey und Mackenzie betrachteten das Foto und lasen den Zeitungsartikel, der bestätigte, was Richard ihnen erzählt hatte. „Aber warum bist du sicher, dass Michael – oder William – dich umbringen wollte? Vielleicht denkt er nur noch darüber nach, ob und wie viel von seiner Beute er dir gibt?“, warf Zoey stirnrunzelnd ein. Das Motiv, das Richard ihnen bot, war durchaus besser als das, was dem Zirkusdirektor angedichtet wurde, aber wasserdicht war es trotzdem nicht.

Richard lachte humorlos auf. „Ich wurde gewarnt. Michaels Ex-Freundin kam gestern auf mich zu und hat mir geraten, meine Drohung zurückzunehmen. Michael hätte längst nichts mehr von dem Geld, genau genommen hat er sogar Schulden und hat vor allem nicht vor, sich jetzt noch dafür zu verantworten, was er vor zwanzig Jahren getan hat. Er sei bereit, alles dagegen zu tun, waren ihre Worte.“

Zoey warf Mackenzie einen fragenden Blick zu, die daraufhin mit den Schultern zuckte. „Seine Geschichte scheint zu stimmen und meiner Meinung nach ist das auch ein triftiges Motiv. Außerdem hat Michael uns bereits gesagt, dass er Zugang zu dem Wohnwagen hat, in dem die Terrarien stehen. Ich finde, wir sollten dem Herren noch einen Besuch abstatten.“

„Denke ich auch“, stimmte Zoey zu und griff nach ihrer Handtasche.

„Ihr werdet ihn in der Manege finden, er trainiert die Tiger vor der Abendvorstellung noch einmal“, sagte Richard und bedeutete ihnen mit einer Handbewegung, dass er für die Getränke bezahlen wollte.

Die Freundinnen zogen ihre Jacken an und begaben sich auf den Weg zurück zum Zirkus. „Dann wollen wir diesen Fall doch mal aufklären“, grinste Mackenzie und zog Zoey hinter sich her.

Kapitel 4

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