cookingsheep: Peanut Butter Frozen Yoghurt

Gibt es was Besseres bei diesem Wetter als Eis zur Abkühlung? Nein. Ich glaube, da werden wir uns schnell einig. Alles, was tiefgefroren ist, ist momentan mein bester Freund. Überhaupt alles, was schön kalt ist. Die heißen und warmen Sachen haben momentan eher Sendepause. Sogar Kaffee wird momentan eher in Maßen genossen. Aber wer kann es mir verdenken? Von (heißem) Kaffee wird mir persönlich nur noch wärmer und das ich zurzeit eher wenig gebrauchen. Also muss was Kaltes her.

Doch was macht man, wenn man – wie ich Vollpfosten – vergisst, Eis einzukaufen und zu faul ist, noch mal loszurennen? (Ich habe es tatsächlich vergessen beim letzten Einkauf. Kaum zu glauben, wenn man sich die momentanen Temperaturen einmal ansieht.)

Dazu habe ich ein paar Möglichkeiten parat:

a)    Jammern und weiter schwitzen. Keine schöne Alternative, aber durchaus am weitesten verbreitet. Wer will sich schon bei diesem Wetter mehr als nötig bewegen?

b)    Solange mit dem Nachbarn flirten, bis dieser zum Eis einlädt. Kommt aber darauf an, ob der Nachbar sich tatsächlich zum Flirten eignet.

c)    In den sauren Apfel beißen und doch noch mal in den Supermarkt (oder zum Kiosk seines Vertrauens) flitzen. Auch wenn einem der Schweiß den Rücken hinunterläuft, die Mühe lohnt sich auf jeden Fall.

Was ich allerdings angestellt habe ist Möglichkeit

d)    Eis selber machen. Geht auch ohne Eismaschine. Das geht wirklich, glaubt mir, ich hab’s ausprobiert.

Doch wie stellt man das an, wenn man keine Ahnung hat, beziehungsweise sowas noch nie selber gemacht hat? Dazu eine kleine Anleitung:

Schritt 1: Ratlos in der Küche stehen und sich über das leere Eisfach ärgern.

Schritt 2: Minutenlang in den Kühlschrank starren, auf der Suche nach irgendwelchen Zutaten, die sich leicht einfrieren lassen. Dabei den großen Becher Naturjoghurt nicht aus den Augen lassen.

Schritt 3: Kühlschrank zumachen und zurück an den Computer gehen. Google fragen. Google weiß schließlich alles. Auch, wie man Eis macht. Oder Joghurt am besten einfriert, ohne dass man einen großen Eisblock erhält, der nach Joghurt schmeckt, wenn man dran leckt.

Schritt 4: Sich im Internet Anregungen holen, wie man Frozen Yoghurt macht.

Schritt 5: Feststellen, dass man sogar alle nötigen Zutaten für die Grundsubstanz zuhause hat (500g Naturjoghurt, ein Becher Sahne, 50-100g brauner Zucker, ein Tütchen Vanillezucker)

Wenn man an nur den normalen Frozen Yoghurt haben möchte, bitte jetzt zu Schritt 9 springen.

Schritt 6: Normalen Frozen Yoghurt langweilig finden und die Küche nach Verfeinerungsmöglichkeiten durchsuchen.

Schritt 7: Erdnussbutter finden. (Wer an dieser Stelle „Ewww“ denkt: erst probieren, dann meckern ^^)

Schritt 8: Kurz darüber nachdenken, ob Erdnussbutter-Eis auch wirklich schmecken kann, aber schnell zu dem Ergebnis kommen, dass Erdnussbutter sowieso total genial ist und das Glas aus dem Schrank nehmen. (Anmerkung: ich hatte nur Crunchy Peanut Butter da, mit der Creamy-Variante geht das aber auch)

Schritt 9: Alle Zutaten mit dem Handmixer gut vermengen. Die erfahrene Hausfrau (oder auch Hausmann, ich hab keine Ahnung, wer das hier alles liest) weiß dann, wann die Konsistenz gut ist.

Schritt 10: In eine verschließbare Dose (am besten gefriergeeignet) füllen und ab damit in die Eishölle.

Wer jetzt denkt, er sei fertig, der täuscht sich gewaltig. Denn jetzt geht die eigentliche Arbeit erst los.

Schritt 11 bis Schritt 2.682.852: Alle 15-20 Minuten umrühren, damit keine Eiskristalle entstehen und der Frozen Yoghurt zu einem Frozen Eisklotz wird.

Kleine Notiz am Rande: Hierbei muss man sich ganz dolle beherrschen, dass man nicht ständig probiert, wenn man die Masse umrührt. Sonst hat man später nichts mehr übrig. Oder viel weniger, als gedacht.

Wenn alles gut durchgefroren ist, ist der Frozen Yoghurt fertig und kann verzehrt werden. Dies ist nach ein paar Stündchen der Fall, kommt drauf an, wann man mit der Konsistenz zufrieden ist.

Falls der Unfall doch passiert und man den Frozen Yoghurt doch im Gefrierfach vergisst (meist passiert das über Nacht, jedenfalls bei mir), ist das nicht weiter tragisch. Einfach die Dose aus dem Eisfach nehmen, kurz über den Eisklotz lachen und das Ganze einfach im Kühlschrank etwas antauen lassen, bis er wieder verzehrbereit ist.

Das Nervige daran ist das ständige Umrühren. (Das fällt natürlich weg, wenn man eine Eismaschine besitzt.) Man benötigt deshalb schon etwas mehr Zeit, wenn man sich entschließt, sein Eis selber zu machen.

Aber nichtsdestotrotz lohnt es sich definitiv. Peanut Butter Frozen Yoghurt ist extrem lecker und ich werde es auf jeden Fall noch einmal machen!

***

Die angefügten Fotos sind meine eigenen. Ich bitte von der Benutzung auf anderen Seiten abzusehen!

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Über Caro

Durchgeknallte Mathe-Studentin, deren Lieblingstiere flauschige Schafe sind und die ohne Bücher, Musik und TV-Serien nicht leben kann.
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