Review: Caragh M. O’Brien – Promised (Birthmarked #3)

Blurb: After defying the ruthless Enclave, surviving the wasteland, and upending the rigid matriarchy of Sylum, Gaia Stone now faces her biggest challenge ever.  She must lead the people of Sylum back to the Enclave and persuade the Protectorat to grant them refuge from the wasteland.  In Gaia’s absence, the Enclave has grown more cruel, more desperate to experiment on mothers from outside the wall, and now the stakes of cooperating or rebelling have never been higher.  Is Gaia ready, as a leader, to sacrifice what–or whom–she loves most?

Gaia und Leons Geschichte ist nun zu Ende erzählt. Auf der einen Seite bin ich ein wenig traurig deswegen, weil ich die Birthmarked-Bücher wirklich total gerne gelesen habe, aber auf der anderen Seite bin ich froh darüber – eine Buchreihe weniger, bei der man auf einen weiteren Teil warten ~muss.

Anmerkung: Ich kann dieses Review nicht schreiben, ohne zu spoilern, weil es einige Handlungen gab, die mich sehr mitgenommen haben bzw. bei denen die Frage nach dem Warum in mir auftaucht und zu denen ich mich auslassen muss. WordPress hat mir eine vernünftige Spoiler-Tag-Lösung verwehrt, ich habe mir jetzt mit ein bisschen HTML beholfen … (Die Spoiler sind in weißer Schrift auf weißem Hintergrund geschrieben) Allerdings warne ich euch trotzdem beim Lesen. Wenn ihr das Buch noch nicht kennt, lest es erst und erst danach die Spoiler. Ihr tut euch damit wirklich keinen Gefallen, wenn ihr sie vorher lest.

… nun aber zurück zum Review:

Der Abschluss für die Buchreihe war gut, es hat mir gefallen – wenn man denn bei den ganzen Geschehnissen im Buch von „Gefallen“ reden kann (dazu mehr in den Spoiler-Tags). Gaia und Leon können jetzt gemütlich in den Sonnenuntergang reiten und New Sylum aufbauen *hach*

Auch wenn Gaia mir zwischenzeitlich echt mittelprächtig auf den Zeiger gegangen ist. Sie weiß immer alles besser und macht IMMER genau das Gegenteil von dem, was man ihr sagt, was besser für sie wäre. Wenn Leon ihr sagt: „Geh nicht in die Enclave, es ist zu gefährlich“, darf man dreimal raten, was Fräulein Matrarc machen wird … Glücklicherweise ist sie zum Ende hin doch vernünftig geworden und hat nicht mehr alles nur im Alleingang regeln wollen.
ACHTUNG SPOILER! (Folgende Zeilen markieren, um den Text lesen zu können) Was mich unheimlich mitgenommen hat, war Gaias Schicksal zum Ende. Sie hat alles dafür getan, damit die Menschen aus New Sylum Wasser bekommen und hat sich schließlich als würdige Matrarc für das Städtchen erwiesen und dann wird sie doch gegen ihren Willen zu der Operation gezwungen, bei der Sephie ihr die Eierstöcke entfernt. Und das alles wofür? Damit eine Handvoll scheiß reicher Bewohner der Enclave Babys haben kann mit diesem Anti-Hemodingsda-Gen? Sorry, aber mit entgeht der Sinn dieser Aktion völlig.
Wie viele Kinder können mit Gaias Eiern gezeugt werden? Garantiert nicht so viele, damit die Bevölkerung der Enclave gerettet werden kann. Außerdem wären diese Kinder ALLE miteinander verwandt, was bei der tollen ~Familienpolitik der Enclave irgendwann wieder dazu führt, dass Bruder & Schwester rumvögeln, ein Kind zeugen und schließlich wieder irgendwelche grausamen genetischen Defekte erzeugen, wie es schon in Birthmarked angedeutet wurde.
Was auch immer das sollte, es war sinnlos. Sinnlos und grausam. Gaia war DAGEGEN, verdammt noch mal! Und man hat es ihr gegen ihren Willen angetan. Nur weil dieser beknackte Protectorat dachte, es wäre eine Lösung für das Problem. AM ARSCH!
Draußen vor der Mauer warten jede Menge Frauen aus Sylum, die wieder andere Gene mit sich bringen und genauso die Bevölkerung der Enclave und Warfton retten könnten … Aber nein, Mr. Protectorat weiß ja alles besser und quält Gaia. Gnarf.
SPOILER ENDE!

Leon hingegen war charming as ever. Aber mein Herz hat ihm sowieso schon seit Beginn der Reihe gehört. (Wieso zur Hölle gibt es solche Kerle immer nur in Büchern, verdammt?) Er hat zwar auch ab und zu fragwürdige Hau-Ruck-Entscheidungen getroffen, allerdings waren diese eher nachvollziehbar als Gaias.
ACHTUNG SPOILER! (Folgende Zeilen markieren, um Text lesen zu können) Seine Verletzung am Ende … Ich hätte meinen Reader wirklich beinahe an die Wand geworfen, wenn Leon daran gestorben wäre. Es sah wirklich ALLES danach aus (und ich glaube auch, auch medizinischer Sicht hätte er es eigentlich nicht überleben dürfen), aber zum Glück ist noch mal alles gut gegangen.
Das wäre für die arme Gaia aber auch der Super-Gau geworden. Erst wird ihr mitgeteilt, dass sie niemals Kinder mit Leon haben kann und dann stirbt Leon ihr unter den Händen weg? BOAH, zum GLÜCK ist es dann doch anders gekommen und ich musste die Autorin nicht mit heulenden Tweets bombadieren.
SPOILER ENDE!

Die Geschehnisse an sich waren teilweise mehr als grausam. Der Protectorat war ja schon im ersten Buch ein Flachw***er, wie er im Buche stand, allerdings ist diese ein wenig in Vergessenheit geraten, weil Buch 2 lediglich in Sylum gespielt hat. Die Grausamkeit kam mit Macht zurück, jetzt, wo die Geschichten von Birthmarked und Prized zu einer verflochten werden sollen. Ich war echt schockiert, weil ich einen Großteil der Geschehnisse und Charaktere aus Birthmarked schon beinahe vergessen hatte.
(Anmerkung: Es wäre vielleicht nicht schlecht gewesen, einige Charaktere durch kleine Erinnerungen Gaias noch einmal ~vorzustellen, ich habe echt eine Weile gebraucht, um z.B. herauszukriegen, wer Sephie war.)

Das Ende war … süß. Im Vergleich dazu, was vorher passiert ist, was das echt rosa Zuckerwatte. Allerdings hat es mich wieder ein wenig glücklich gemacht und ich war echt froh, dass Gaia und Leon zusammen sein und ein gemeinsames Leben führen können. Allerdings …
ACHTUNG SPOILER! (Folgende Zeilen markieren, um Text lesen zu können) Mir hat was gefehlt am Ende. Ich kann es nicht genau erklären, aber zu einem kleinen Grad war ich unzufrieden. Es ist klar, dass Gaia und Leon niemals gemeinsame, leibliche Kinder haben können, aber irgendwie … ich weiß nicht, die ganzen Erklärungen dazu waren mir zu wenig. Wieso sollte keine Adoption möglich sein? In JEDER Gesellschaft gibt es immer wieder Frauen, die keine Kinder wollen und sie lieber weggeben … Da wäre auch was für Gaia und Leon drin. Klar, es ist traurig, dass für Gaia alle Hoffnung verloren ist auf eigene Kinder, aber … *sigh*
Theoretisch hätte sie ja bald mehrere leibliche Kinder … Und ganz ehrlich, das ist es zum Teil, was mir fehlt. Wie geht es damit weiter? Gaia wird eine Art „Mutter der Nation“ … Klasse. Und dann? Was passiert dann? Wird sie es den neuen Bewohnern der Enclave verheimlichen? Verraten? Was jetzt?
Und was ist jetzt mit der neuen Regierung der Enclave? Der Protectorat hat schließlich das Zepter abgegeben.
SPOILER ENDE!

Ich würde mir wirklich wünschen, wenn es noch eine weitere Kurzgeschichte über Gaia und Leon geben würde … ein paar Jahre später, um zu erfahren, wie sich das Ganze entwickelt hat, denn das Ende war zwar schön, aber mir hat wirklich etwas gefehlt.

Zur Bewertung … Ich habe wirklich lange überlegt und mit mir gehadert. Ich habe Birthmarked und Prized wirklich geliebt … aber ich bin von Promised im Vergleich zu den anderen beiden Büchern wirklich enttäuscht. Deshalb nur 3 von 5 Sternen.

***

img + blurb source: goodreads.com

Advertisements

Über Caro

Durchgeknallte Mathe-Studentin, deren Lieblingstiere flauschige Schafe sind und die ohne Bücher, Musik und TV-Serien nicht leben kann.
Dieser Beitrag wurde unter Buch-Rezensionen, YA-Dystopie-Post-Apokalypse abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen / Leave a comment

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s